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Möbelratgeber


Allgemeine, wichtige Informationen rund um das Thema Wohnen, Möbel und Einrichten

Der Mensch und das Möbel
Der Mensch verbringt ca. 50% seines Lebens in Wohnungen und ca. 80% in Innenräumen, da lohnen sich Informationen über Qualität, Sicherheit und gesundes Wohnen sicherlich. Polstermöbel werden beispielsweise lt. Stiftung Warentest durchschnittlich 3 bis 5 Stunden täglich benutzt und das meist auf einem "Lieblingsplatz". Einen großen Teil unseres Lebens verbringen wir in der Wohnung. Davon allein 25% bis 30% mit Schlafen, der wichtigsten Erholungs- und Regenerationsmöglichkeit für den Menschen.

Unser Verständnis für Möbel
Grundlagen für diesen Möbel-Gütepass sind die allgemeinen industriellen Fertigungsstandards, das Regelwerk und die Prüfkriterien für industriell gefertigte Produkte, sowie der angewandte Stand der Technik. Eine sachgerechte Nutzung (nicht zweckentfremdet) und eine regelmäßige Unterhaltspflege unserer Gebrauchsgegenstände müssen deshalb selbstverständlich sein. Wenn Sie lange Freude an den Möbeln haben möchten, sollten Sie sie regelmäßig pflegen.

Bestimmungsgemäße Verwendung
Stellen Sie sicher, dass Ihre Möbel nur für den allgemeinen Wohnbereich verwendet werden. Sie eignen sich nicht für den Objekt- und Außenbereich. Bei Aufträgen für den Objektbereich oder in öffentlichen Einrichtungen, müssen unbedingt Sondervereinbarungen getroffen werden. Bitte informieren Sie sich dazu bei ihrem Möbel-Fachberater.

Möbel und das Licht
Die Urgewalt der Sonne wird jedoch vielfach unterschätzt. Sie verändert im Laufe der Zeit alles. Je „natürlicher“ die Produkte ver- und bearbeitet sind, desto empfindlicher sind sie. Etwas Öl, Wachs oder Lack in der richtigen und umweltfreundlichen Dosis bedeuten Schutz für das Material (und den Menschen). Farb- und Strukturveränderungen bei Stoff, Leder, Holz, Stein und Oberflächen aller Art im Gebrauch sind deshalb normal bzw. warentypisch und kein Beanstandungsgrund. Sie haben auf den Gebrauch, Nutzen oder die Lebensdauer der Produkte keinen Einfluss, sondern sind häufig nur eine optische Veränderung, z. B. durch Licht und Sonne.

Möbel und das Klima
Medizin und Wissenschaft empfehlen für Innenräume im Jahresdurchschnitt 18 bis 21° C und eine relative Luftfeuchtigkeit von 45 bis 55%. Das ist für unsere Gesundheit allgemein wichtig und ganz besonders für Allergiker und Asthmatiker. Auch Massivholz oder andere Naturprodukte reagieren immer auf solche Veränderungen (siehe z. B. Massivholz). Besondere Bedingungen herrschen vor allem in den Wintermonaten.

Trockenheit
Sinkt die Luftfeuchtigkeit, kann es zu unangenehmen, elektrostatischen Aufladungen in Verbindung mit synthetischen Teppichböden und Polstermaterialien kommen. Elektrostatische Aufladung ist meist kein Materialfehler, sondern wird fast immer durch zu trockene Luft und Materialien ausgelöst.

Feuchtigkeit
Ist es zu feucht, kann es zu Stockflecken oder Schimmelpilzbildung kommen. Das passiert häufig z.B. in Neubauten die zu früh bezogen werden, oder nicht gut genug getrocknet wurden. Fragen Sie ggf. den Vermieter und lassen Sie sich schriftlich bestätigen, dass die Bausubstanz bei Übergabe uneingeschränkt nutzbar ist. Menschen mit einem gesunden Immunsystem reagieren darauf nicht, bei empfindlichen Menschen kann Schimmelpilz zu Allergien oder Infektionen führen.

Elektrostatische Aufladung
Diese unangenehmen elektrostatischen Aufladungen sind nur selten ein Materialfehler. Ursache ist fast immer die zu trockene Luft und das vorwiegend in den Wintermonaten. Durch das Zusammenwirken (Reibung) von synthetischen Oberflächen oder Textilien und z. B. dem Fußbodenbelag. (Im Winter auch im Auto.) Hier hilft feuchtes Abwischen der Polstermöbel und das Befeuchten oder Feuchtreinigung des Fußbodenbelages. Für empfindliche Personen helfen auch natürliche Pflanzen oder ein Luftbefeuchter.

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Polstermöbel, Polsterbetten, Sitz- und Funktionsmöbel, Matratzen

Produkt- und warentypische Eigenschaften, Reinigungs- und Pflegehinweise


Abfärbungen (nicht farbechte Textilien)
Auf hellen oder einfarbigen Bezugsmaterialien können leicht „nicht farbechte“ Textilien, z. B. Blue Jeans, T-Shirt oder ähnliches abfärben, besonders bei kräftigen Farben. Das lässt sich bei den meisten Stoffen nicht entfernen, bei gedeckten Ledern nur im Anfangsstadium. Dabei liegt kein berechtigter Beanstandungsgrund am Möbel vor, denn der Verursacher sind externe, nicht farbechte Materialien, z. B. Jeans.

Aufmaß, Aufstellen und Ausrichten
Auch Polstermöbel und vor allem Betten/Polsterbetten müssen gut geplant und gerade ausgerichtet aufgestellt werden, da es sonst zu Folgeschäden kommen kann. Informieren Sie Ihren Einrichtungsberater über die Raumsituation in Ihrem Zuhause. Böden sind nicht gerade und bei feuchten Wänden muss ein Mindestabstand von den Wänden gewahrt werden, sonst sind Feuchtigkeitsschäden, unangenehmer Geruch usw. nicht zu vermeiden. Bei Fußbodenheizung ist auf ausreichende Luftzirkulation zu achten. Wichtig: Die Verantwortung dafür, dass die Möbel auch tatsächlich in Haus oder Wohnung geliefert werden können, trägt der Käufer! Informieren Sie daher Ihren Einrichtungsberater über die örtlichen Gegebenheiten und die Zugänglichkeit Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung.

Belastbarkeiten (Beladungswerte)
Die Belastbarkeiten von Polstermöbel, Betten, Matratzen und Funktionsteilen, sind sehr unterschiedlich. Bei Polstermöbel für den allgemeinen Wohnbedarf wird von einem Benutzergewicht von 100 kg bis max. 120 kg und durchschnittlicher Benutzung ausgegangen. Lassen Sie sich bitte beraten, ob bei höheren Gewichtsansprüchen Sonderanfertigungen etc. möglich sind. Auch die Belastbarkeit von Armlehnen, Funktionsteilen, Fußstützen, usw. ist begrenzt. Meist liegt sie etwa zwischen 20 kg und maximal 35 kg. Sie sind deshalb keinesfalls zum Sitzen mit dem vollen Körpergewicht geeignet. Die Produktinformationen zu den maximalen Belastbarkeitsgrenzen sind unbedingt zu beachten. Fragen Sie Ihre Einrichtungsberater.

Bettkasten
Ein Bettkasten darf grundsätzlich weder überladen noch zu voll gefüllt werden, damit die notwendige Luftzirkulation stattfinden kann. Bei Nichtbeachtung kann es zu Folgeschäden wie z.B. Schimmelpilzbildung, Geruchsbildung oder Schäden am Fußboden kommen.

Dampfreiniger
Dampfreiniger sind für Möbel grundsätzlich ungeeignet, auch wenn die Werbung dazu unterschiedliche Empfehlungen gibt. Dampfdruck kann relativ schnell Fugen, Dichtungen, Oberflächen und Bezugsmaterialien etc. zerstören.

Durchbiegen
Ein leichtes Durchbiegen bei größeren Sitzmöbeln, Bänken, Sofas, Polsterteile oder Betten ist je nach Material und Größe unvermeidbar und zulässig, solange die Sicherheit und Funktionen nicht beeinträchtigt sind (Siehe auch Funktionsmöbel)

Druckstellen (Kuhlen oder Muldenbildung)
Druckstellen bei Polstermöbeln und Bezugsmaterialien können sich schnell ergeben. Polstermöbel sind weich und verformbar. Bei Teppichen oder Velours- Stoffen ergibt sich daraus eine Florverlagerung, ein Sitzspiegel, Gebrauchslüster oder einfach eine Druckstelle z.B. durch den Ellenbogen oder durch unsachgemäßes drauf stellen, das sich dann mehr oder weniger deutlich und je nach Lichteinfall und Betrachtungswinkel abzeichnet. Das sind “warentypische Eigenschaften”. Entstehen Druckstellen oder Kratzspuren durch äußere Einwirkungen im Gebrauch, z. B. am Sockel eines Polstermöbels durch anstoßen mit dem Staubsauger oder durch Schuhe, spricht man von “Gebrauchseigenschaften” oder Gebrauchsspuren.

Empfang und Lieferung von Waren
Sie als Kunde sind in der Pflicht: Produktinformationen, Gebrauchsanleitungen, Aufbau-, Transport- und Montageanleitungen sowie Reinigungs- und Pflegehinweise sollten unbedingt beachtet werden. Wenn Sie Fragen haben, hilft Ihnen Ihr Einrichtungshaus gerne weiter.

Empfindlichkeiten
Es ist allgemein bekannt, dass helle und einfarbige Bezüge generell empfindlicher sind als z.B. dunkle oder gemusterte Bezüge, trotz eventueller Fleckschutzimprägnierungen. Das gilt auch für naturbelassene Produkte, wie Leder oder Stoffe. Je naturbelassener ein Produkt, desto empfindlicher ist es gegen äußere Einflüsse. Umweltfreundliche Lacke, öle oder Wachse bieten deshalb einen wichtigen Schutz.

Farbabweichungen (Farb- und Strukturunterschiede)
Kleine Farbtoleranzen am Produkt, zwischen Ausstellungsware und Lieferung, nach Musterpaletten oder bei Nachbestellungen sind durch die industrielle Fertigungstoleranz oder bei Naturprodukten nicht zu vermeiden. Das gilt insbesondere für Leder, Natur- und Mikrofasern oder Holz. Besonders bei Nachbestellungen empfiehlt sich eine Abstimmung nach Mustervorlage.

Farbechtheit (Reibechtheit)
Bei Farben von Möbelstoffen oder Leder spricht man von Farbechtheit. Sie wird in Echtheitszahlen gemessen, z.B. 1 für schlecht und 5 für sehr gut) In der Regel erreichen helle Farben höhere Reibechtheiten als dunklere Töne. Zur Reinigung sollten Sie ausschließlich destilliertes Wasser und Neutralseife verwenden und mit einem weißen, weichen, sauberen Tuch vorsichtig reiben. Immer großflächig von Naht zu Naht bewegen, leicht und ohne viel Druck und niemals nur auf der Stelle (Farbabrieb und Ränder)! Bitte keine Mikrofasertücher und Dampfreiniger verwenden. Sinnvoll ist ein Test an einer nicht sichtbaren Stelle. Achtung: Bitte immer erst die Herstelleranweisung am Produkt beachten!

Farbmigration
Bei hellen Stoff- oder Lederbezügen kann es in der Kombination mit dunklen oder intensiven Farbtönen, vorwiegend bei dunkelrot, blau, schwarz etc. zu einer Farbmigration (Abfärbung oder Farbwanderung) kommen. Auch die Bekleidungsindustrie kennt dieses Phänomen. Bei Veloursledern oder Mikrofasern können das auch leichte Schleifstaubrückstände sein. Hier hilft gleich am Anfang vorsichtiges absaugen oder feuchtes abwischen (Bei Textilien waschen). Leichte Farbveränderungen sind warentypisch.

Florlagenveränderungen
Siehe Druckstellen, Gebrauchslüster (“Sitzspiegel”).

Fogging (Schwarzstaubablagerungen)
Solche Fälle kommen nur selten vor. Ursache und Auslöser von Fogging bzw. Schwarzstaubablagerungen laut Informationen des Umweltbundesamtes sind Substanzen wie sie bei Renovierungen, Malerarbeiten, Fußboden- und Verlegearbeiten, Bausanierungen entstehen können. Dabei gasen schwerflüchtige organische Verbindungen (sogenannte “SVOC”) oder Weichmacherverbindungen – .Phthalate”) aus einigen Produkten aus. Das ist nicht ungewöhnlich und kann noch nach Monaten in die Raumluft abgegeben werden. Sie führen zusammen mit Schwebestaubteilchen, die in der Raumluft und der Außenluft immer vorhanden sind, zu einem “Zusammenkleben” kleiner Staubteilchen zu größeren Einheiten. Unter ungünstigen Begleitumständen setzen sie sich als schmierige Beläge an Wänden und anderen Flächen im Raum oder auch in Nebenräumen ab. Besonders stark betroffen sind Außenwände, Fenster, Fernsehgeräte, elektronische Geräte und sonstiges Inventar. Möbel sind nur in ganz seltenen Fällen der Auslöser. In solchen Ausnahmefällen können nur Fachleute weiterhelfen.

Funktionsteile, Funktions- und Verwandlungsmöbel
Möbel mit Funktion sind immer auch „Kompromiss Möbel”. Ein so genanntes Schlafsofa ist kein vollwertiges Bett, sondern eine Gäste- oder Gelegenheitsschlafstätte. Funktionsteile benötigen für ihre Beweglichkeit generell einen leichten Spielraum, um ihre Funktionalität sicherzustellen. Auch sind dabei die Belastbarkeitsgrenzen und eine sorgfältige Handhabung nach den Produktinformationen unbedingt zu beachten, genauso wie die sachgerechte und nicht zweckentfremdete Nutzung. (Siehe dazu auch Belastbarkeiten.)

Füße und Fußbodenschutz
Für den Schutz seiner individuellen Fußbodenbeläge ist der Käufer verantwortlich. Die industrielle Fertigung sieht jeweils ihren modellbezogenen Standard vor. Um ihn vor Kratzern oder Druckstellen zu schützen, sollten Sie darauf achten, dass unter den Standard-Varianten des Herstellers evtl. nochmals gesonderte Unterlagen angebracht werden. Solche Schutzunterlagen (Aufkleber, Filz u.ä.) erhalten Sie in jedem Baumarkt.

Gebrauchslüster/Sitzspiegel
Dieser Effekt entsteht bei allen Velours oder veloursähnliche Oberflächen, wie Teppichböden oder Textilien. Je höher der Flor aufsteht (kuschelig, weich), desto flacher legt er sich durch Körperdruck, Wärme und Sitzgewohnheit. Je nach Lichteinfall und Betrachtungswinkel changiert er dann im hell/dunkel bzw. matt/glänzend Effekt. Das ist eine warentypische Eigenschaft. Es hat auf Gebrauch, Nutzen, Funktion oder Lebensdauer des Bezuges keinen Einfluss.

Geräuschbildung/Knarren
Polstermöbel müssen gerade und ausgerichtet aufgestellt werden. Schon kleine Höhenunterschiede durch schiefe Böden, Unebenheiten beim Aufstellen oder teilweises Stehen auf Teppichen können nach Wochen oder Monaten zu Folgeschäden am Untergestell führen, z. B. Knarr- oder Quietschgeräusche.

Geruch
Neue Produkte riechen anfänglich, das ist allgemein bekannt. Das kann je nach Material- und Zusammensetzung einige Wochen oder Monate dauern. Hier hilft am besten häufiges lüften oder feuchtes abwischen mit einem verdünnten Reinigungsmittel (keine säurehaltigen Inhaltsstoffe) oder im Handel erhältliche Geruchs Neutralisierer und danach trocken reiben. Bestimmte Produkte wie Leder, Massivholz, oder ein Schrank behalten immer einen gewissen Eigengeruch. Diese bekannten Möbelgerüche” sind im Allgemeinen gesundheitlich unbedenklich.

Haustiere
Hier ist einiges zu beachten. Haustiere sind in vielen Fällen einfach Mitglied der Familie und deshalb ist Toleranz und Verständnis notwendig. Haustiere können nicht 24 Stunden am Tag beaufsichtigt werden. Sie sollten aber wissen, es ist hier wie mit unseren Kindern. Die Aufsichtspflicht obliegt den Tierhaltern, Eltern oder Haus- und Wohnungsbesitzern, das sagt schon der allgemeine Wissensstand. Nutzen Sie die vielfältigen Hinweise und Informationen aus Fachzeitschriften und den Medien, z. B. Stiftung Warentest-Möbelkauf. “Ein Herz für Tiere” usw. fest steht, Krallen und Schnabeltiere können ganz erhebliche und vielfach irreparable Schäden anrichten. Tierhaare, besonders Katzenhaare, lassen sich aus Textilien nur schwer entfernen. Katzen, Hunde etc. sind Freigänger und bringen deshalb unvermeidbar auch einmal unangenehmere Dinge mit in die Wohnung. Allein schon zum Schutz von Kleinkindern sollte deshalb keinesfalls ein direkter Kontakt zwischen Tier und Bezugsmaterial von Möbeln stattfinden. Schützen Sie deshalb vorsorglich Ihre Möbel durch zusätzlich geeignete Materialien (Auflagen, Decken, etc., die waschbar oder reinigungsfähig sind) und durch Ihre übliche Aufsichts- und Sorgfaltspflicht. Ansonsten sollten Sie es dann mit den dadurch entstehenden Gebrauchsspuren nicht so ernst nehmen und sich an Ihren Haustieren freuen.

Heizung
(Siehe Luftfeuchtigkeit Raumklima)

Hussen/abnehmbare Bezüge
Bei Möbelbezügen die abgenommen werden können, müssen einige besondere Dinge beachtet werden. Hier ist unbedingt auf die Stoffzusammensetzung und die Hinweise zur Reinigung zu achten. Sind sie chemisch reinigungsfähig? Sind sie waschbar und wie? Meist nur höchstens bis 30°. Sie können leicht etwas eingehen und sind bei Falschbehandlung nicht oder nur sehr schwer aufziehbar.

Kissen
Siehe Sofa- und Polsterkissen, Lose Kissen Polsterung, Legere Polsterung.

Kopfteile/Bettkopfteile bei Polsterbetten
Bei Bettkopfteilen handelt es sich grundsätzlich nicht um Funktionsteile! (Bitte Produktinformation beachten). Bettkopfteile sind meist designorientiert entwickelt und deshalb nur begrenzt belastbar. Bitte deshalb nicht mit der üblichen Funktion und Belastbarkeit einer Rückenlehne gleichsetzen.

Kunstleder (Lederimitate)
Da hier die Vielfalt und die Qualitätsunterschiede sehr groß sind, empfehlen wir Ihnen eine fachliche Beratung und die Herstellerinformation. Kunstleder sind häufig empfindlich gegen Cremes, Pflegelotionen, alkoholische oder säurehaltige Substanzen usw. da sie durch diese einen Weichmacherverlust erleiden können.

Leder allgemein und seine Eigenschaften
Gute Lederqualitäten sind nicht nur Gewähr für eine lange Lebensdauer, sie repräsentieren auch Schönheit und Eleganz der Natur. Leder ist ein Naturprodukt, mit allen seinen natürlichen Eigenschaften. Es bleibt je nach Qualität auch nach der Gerbung atmungsaktiv und feuchtigkeitsdurchlässig. Den Grad bestimmt die entsprechende Zurichtung bzw. Pigmentierung des Leders. Gerade bei Leder sollten Sie auf Qualität achten, dann bekommen Sie weiche, geschmeidige, atmungsaktive Lederarten. Qualität hat wie immer, auch bei Leder seinen Preis. Hochwertiges Leder ist so gefärbt, dass sich die Farbe um jede einzelne Faser legt und alle natürlichen Merkmale sichtbar bleiben. Für eine Polstergarnitur werden fünf bis sieben Häute verarbeitet. Die Tiere haben unter unterschiedlichen Bedingungen gelebt, keine Haut gleicht der anderen, wodurch Struktur- und Farbabweichungen sowie Natur- und Wachstumsmerkmale entstehen, die naturbedingt sind. Diese Lebenszeichnungen beeinträchtigen weder den Wert, noch die Haltbarkeit, sie machen aus jedem Möbel ein Unikat. Bitte wählen Sie aus den unten aufgeführten Lederarten, die für Ihre Einsatzbereiche passende heraus, dann haben Sie lange Freude mit Ihrem Ledermöbel.

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Die wichtigsten Lederarten für Polstermöbel:

Anilinleder Naturbelassenes Leder

Eigenschaften:
Die edelste und natürlichste Verarbeitung von Leder. Weich, warm, edel, anschmiegsam, atmungsaktiv, nimmt Körperwärme sehr schnell an. Je nach Qualität mit mehr oder weniger sichtbaren Natur- und Wachstumsmerkmalen.

Empfindlichkeit:
Vor direkter Licht- und Sonneneinstrahlung schützen. Kann leichter ausbleichen, anfälliger für Verschmutzungen und Austrocknen. Kann im Lauf der Zeit etwas "speckig" werden (Patina).

Pflegeaufwand:
Regelmäßig pflegen, je nach Nutzung, mindestens zweimal pro Jahr, regelmäßig feucht abwischen.

Geeignet für:
Hoher Komfort für Lederkenner und Liebhaber; sorgsame Nutzung. Empfindlicher und wenig geeignet bei Kleinkindern und Haustieren.

 

Semi-Anilinleder, Leicht pigmentiertes Leder

Eigenschaften:
Atmungsaktivität im Vergleich zu Natur belassenem Leder etwas eingeschränkt; passt sich dem Körper und der Raumtemperatur an.

Empfindlichkeit:
Gute Licht- und Reibeechtheitswerte, weniger empfindlich als Natur belassenes Leder.

Pflegeaufwand:
Pflegefreundlich, etwa ein- bis zweimal pro Jahr pflegen. Feucht abwischen.

Geeignet für:
Normale und regelmäßige Nutzung.

 

Pigmentierte Leder und Spaltleder

Eigenschaften:
Preisgünstig. Weniger atmungsaktiv, wirkt "kühl" und weniger weich.

Empfindlichkeit:
Gute Strapazierfähigkeit. Weniger empfindlich.

Pflegeaufwand:
Gering, feucht abwischen genügt, etwa einmal pro Jahr pflegen.

Geeignet für:
Eignet sich gut für intensiveren Gebrauch.

 

Spaltvelours

Eigenschaften:
Kaum atmungsaktiv (vor allem gedecktes Spaltleder) günstigstes Leder, geringere Qualität.

Empfindlichkeit:
Auch bei Imprägnierung relativ hoch. Vor direkter Licht- und Sonneneinstrahlung schützen. Nicht sehr reißfest, kaum Temperaturausgleich, bekommt "Speckeffekte" (Patina)

Pflegeaufwand:
Relativ hoch.

 

Nubuk-, Rau-, Veloursleder

Eigenschaften:
Weich, warm, anschmiegsam, nimmt Körperwärme schnell an. Fühlt sich an wie Veloursstoff. Vor direkter Licht- und Sonneneinstrahlung schützen.

Empfindlichkeit:
Bleicht aus und ist empfindlich, auch mit Imprägnierung, bekommt "Speckeffekte" (Patina)

Pflegeaufwand:
Regelmäßig, je nach Nutzungsintensität reinigen und pflegen.

Geeignet für:
Für Lederkenner und Liebhaber; sorgsame Nutzung.

 

Blankleder

Eigenschaften:
Je naturbelassener die Oberfläche, desto empfindlicher. Pigmentiert hat es eine gute Lichtbeständigkeit, erwärmt sich langsam, mittlere Atmungsaktivität. Kräftiger, fester Griff.

Empfindlichkeit:
Weniger empfindlich.

Pflegeaufwand:
Je nach Oberfläche, nicht sehr hoch.

Geeignet für:
Wird häufig als selbsttragendes Leder (ohne Polsterung) für Stuhl- und Sesselbedivnungen eingesetzt.

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Damit Polstermöbel lange Zeit schön bleiben, müssen sie regelmäßig gereinigt und gepflegt werden

Der Aufwand richtet sich nach der Leder Art und den Nutzungsgewohnheiten und der Nutzungsintensität. Es ist empfehlenswert neben der normalen Unterhaltspflege (leichtes Absaugen und gelegentliches Abwischen mit einem feuchten Tuch) das Leder je nach Nutzung ein- bis zweimal pro Jahr mit speziell geeigneten Reinigungsprodukten zu säubern und entsprechend geeignetem Lederpflegemittel gemäß Gebrauchsanweisung zu behandeln. Bitte die Herstelleranleitungen beachten. Reinigen Sie am besten immer ganze Teile großflächig von Naht zu Naht. Beanspruchte Stellen am Nubuk-Lederbezug können mit einer weichen Bürste, Nubuk-, Pad- oder Schaumstoffschwamm wieder aufgeraut werden. Im Zweifelsfall fragen Sie gern Ihren Einrichtungsberater.

Fleckentfernung
Versuchen Sie niemals, Flecken auf der Stelle reibend oder mit Lösungsmitteln zu entfernen z. B. Fleckenentferner, Terpentin, Benzin! Flüssigkeiten und Speisen bitte sofort mit saugfähigem Tuch abnehmen. Fettflecken bei Natur belassenem Leder nicht behandeln, nur sofort abwischen – sie ziehen meist nach einiger Zeit ins Leder ein. Restflecken mit Lederreiniger großflächig von Naht zu Naht nacharbeiten. Je nach Leder Art kann auch Fleckenschutz nachimprägniert werden

Legere und besonders legere Polsterung
Die von uns bevorzugte “Legere Polsterung” (im Gegensatz zur straffen Polsterung wie bei Stilmöbeln) ist an ihrer Anschmiegsamkeit zu erkennen. Die Polsterung ist weicher und der Bezug nicht glatt, damit man “im Sofa” und nicht “auf dem Sofa” sitzt. Sie zeigen teilweise schon im Neuzustand ein gewollt ausgeprägtes und designbedingtes Wellenbild. Eine optisch wellige Oberfläche auf Sitz, Rücken und Armlehnen stellt keinen Qualitätsmangel dar, sondern ist modellbedingt gewollt, um optimalen Sitzkomfort zu gewährleisten. Unsere losen Sitz und Rückenkissen gehören nach Gebrauch aufgeschüttelt. Um die Flächen nach der Benutzung zu glätten, sollten modellbedingt die Sitz- und Rückenkissen nach außen gestrichen, geklopft oder geschüttelt werden. Wie eine Wellen/Muldenbildung oder Faltenbildung beurteilt wird und wie mit den Toleranzen und warentypischen Eigenschaften umzugehen ist, findet sich in den Güte- und Prüfbestimmungen RAL GZ 430/4 der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel e.V.

Es besteht ein großer Unterschied zwischen Glattleder und Veloursleder. Aus diesem Grunde bitte immer die Pflegeanleitung beachten. Leder-Pflegesets, enthalten aktive Substanzen, die ideal sind um das Leder zu schützen.

Reinigen mit einem Schwamm:
Durch Pressbewegungen Schaum erzeugen. Reinigen Sie das Leder mit kreisenden Bewegungen und nehmen Sie damit die oberflächlichen Verschmutzungen aus den Poren des Leders auf.

Pflege und Imprägnierungen:
Geben Sie die Lichtschutzcreme auf das beiliegende Tuch und verteilen Sie die Creme auf dem Leder.

Straffe Polsterung
Im Sitzmöbelbereich wird bei Stühlen, Bänken und Stilmöbeln überwiegend straff gepolstert. Hierbei muss der Bezug produktionsbedingt an den Polsterecken in Falten gelegt werden. Je nach Elastizität und Stärke des Bezugstoffes erscheinen größere oder kleinere Falten, die warentypisch sind.

Lichtechtheit
Als Lichtechtheit bezeichnet man die Resistenz eines Stoffes gegenüber der Einwirkung von Licht (insbesondere Sonnenschein, Tageslicht, Halogen-Beleuchtung). Kunstfasern und dunklere Farbtöne erreichen höhere Lichtechtheit als Naturfasern und hellere brillante Farben. Die Verfärbung des Materials unter Einfluss von Licht ist bei Möbelstoffen nicht zu verhindern. Die Urgewalt der Sonne verändert alle Materialien! Besondere Vorsicht ist deshalb in hellen Südzimmern mit viel Glas geboten. Insbesondere bei Sonnenschein sollten Vorhänge oder Jalousien geschlossen werden, da sonst viele Stoffe/Bezugsmaterialien oder Naturbelassene Leder schon nach wenigen Wochen an den beschienenen Stellen Farbabweichungen aufweisen.

Maße
Die Maßangaben bei industriell gefertigten Möbeln sind grundsätzlich “Ca.-Maße”.

Matratzen
“Wie man sich bettet, so liegt und schläft man” sagt ein altes Sprichwort. Deshalb sind diese Informationen für Ihr persönliches Wohlbefinden sehr nützlich. Etwa ein Drittel unseres Lebens verbringt der Mensch mit Schlafen, der “Tankstelle” für unser Wohlbefinden und unser Immunsystem. Deshalb ist die Qualität der richtigen Matratze besonders wichtig. Dazu gehören natürlich auch der Bettrahmen, das passende Lattenrost und eine angenehme Bettwäsche. Die gesamte Bettanlage und der Schlafraum sollten individuell auf den Menschen abgestimmt sein. Dann muss jede Person für sich entscheiden und je nach Körpergröße, Gewicht, Schlafverhalten (z. B. Seiten- oder Rückenschläfer) und Beeinträchtigungen (z. B. Hohlkreuz oder Rückenschmerzen) die einzelnen Materialien auswählen. Wer leicht oder viel schwitzt sollte auf gute Feuchtigkeitsregulierung achten. Vor allem in den Sommermonaten kann der Mensch über Nacht 1 bis 2 Liter Flüssigkeit abgeben. Auch sonst müssen Matratzen aus Qualitäts- und hygienischen Gründen regelmäßig gewendet und gelüftet werden und spätestens nach 7 bis 10 Jahren erneuert werden. Regelmäßiges Drehen und Wenden ist nötig, um Wellen- und Muldenbildungen vorzubeugen. Die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer sollte ca. 60% nicht übersteigen, um Schimmel- oder Stockfleckenbildung zu vermeiden. Auch bei Bettkästen ist auf ausreichende Be- und Entlüftung zu achten. Zum gesunden Schlaf gehört, dass der Schlafplatz nicht zu warm ist und ausreichend Sauerstoff vorhanden ist.

Boxspring-Matratzensysteme
Die Bezeichnung Boxspring heißt übersetzt “gefederte Box”. Boxspringbetten hatten Ihre frühe Entwicklung in den USA und erfreuen sich heute in Europa und gerade auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Der Unterbau besteht aus einer Box und unterschiedlichen Federkernkombinationen. Der Boxspringbettenaufbau besteht meist aus zwei voneinander getrennten, und übereinander liegenden Federkernsystemen. Darauf kann wahlweise ein „Topper” in unterschiedlichen Qualitäten gelegt werden. Ziel der Boxspringsysteme ist, durch einen höheren Matratzenaufbau die Stützebene, Dämpfungsebene und Druckverteilung je nach Person, Gewicht und Größe zu optimieren. Hier gibt es mittlerweile ein großes Angebot und auch eine Vielzahl an Qualitätsunterschieden. Damit Sie für sich persönlich das Richtige finden, ist eine ausführliche fachliche Beratung mit Liegeproben empfehlenswert.

Mikrofasern
Siehe Stoffe.

Mikrofasertücher
Hier hält die Werbung leider nicht immer was sie verspricht. Nicht alles was für Chrom, Edelstahl, Metall, Spiegel und Glas angeboten wird, ist auch gut für Möbel. Deshalb sagen wir vorsichtshalber und aus den Erfahrungen der letzten Zeit heraus, keine Mikrofasertücher für Polstermöbelbezüge, z.B. Leder, Kunstleder oder Stoffe aller Art. Weiche, saubere Tücher, z.B. Geschirrtücher oder Fensterleder sind dafür umso besser geeignet. vor allem in Verbindung mit den richtigen Reinigungsmitteln. Im Bedarfsfall fragen Sie die Fachleute.

Montage, Montageanleitungen
Diese sind unbedingt zu beachten.

Pflegehinweise
Siehe auch Allgemeine Reinigungs- und Pflegehinweise, Polstermöbel. Bitte grundsätzlich immer die Pflegehinweise zum Produkt beachten! Flüssigkeiten wie Fruchtsäfte und Alkohol bitte sofort abtupfen und nicht eindringen lassen. Niemals mit größerem Druck auf einer Stelle reiben. Auch Tabakrauch, Küchendünste und Umwelteinflüsse hinterlassen ihre Spuren. Damit Ihre Möbel lange Zeit schön bleiben, müssen sie regelmäßig gepflegt werden.

Objekteinrichtungen
(Siehe Allgemeines und Bestimmungsgemäße Verwendung)

Pilling Bildung
Anfänglich tauchen an einigen Bezugsstoffen, vorwiegend Flach- und Mischgewebe, bei Benutzung kleine Knötchen auf, wie man sie von Wollpullovern kennt. Es handelt sich um lose Partikel des verwendeten Garns, meistens jedoch kommen sie von unserer Bekleidung, Decken o. ä., also Fremdpilling. Pills entstehen häufig schon nach kurzem Gebrauch. Sie können mit einem speziellen Fusselgerät einer Art Rasierapparat entfernt werden. Das Gerät ermöglicht es, die Pills ohne Schaden zu entfernen (Herstellerbeschreibung beachten). Pilling Bildung sowie die Entfernung von Pills beeinträchtigen die Haltbarkeit des Möbelstoffes nicht.

Planungsware und Lieferung frei Haus
Die Voraussetzung für eine erfolgreiche Lieferung und Montage, ist die korrekte Angabe zu Wohnungsbeschaffenheit und Raummaßen (inkl. Tür-, Treppen- und Gangbreiten, Aufzug oder Treppe, Stockwerk usw.), hierfür ist der Käufer verantwortlich. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass Böden, Wände und Decken oft nicht ganz gerade sind und diese Unebenheiten bei der Montage angepasst und ausgeglichen werden müssen. Kurzfristige Änderungen in den Räumlichkeiten sollten dem Verkäufer und Monteur rechtzeitig mitgeteilt werden. (Siehe auch Aufmaß, Aufstellen und Ausrichten)

Polsterbetten/Polsterkissen/ Polsterfüllungen/Polstersteppungen
Legere Polsterung, lose oder gefüllte Kissen müssen regelmäßig und je nach Nutzungsintensität mehr oder weniger häufig glatt gestrichen und aufgeklopft/geschüttelt werden. Bei Polsterkissen, Steppdecken, Steppmatten oder gesteppten Vliesstoffen, können sich die abgesteppten Inletts (Füllungen), meist in rechteckiger oder quadratischer Form, auf dem Bezugsstoff, Leder oder sonstigen Textilarten abzeichnen. Das ist warentypisch. Bitte sorgen Sie für gute Be- und Entlüftung.

Polstermöbel allgemein
Polstermöbel sind weich und verformbar. Sie sollten nicht allein nach Schönheit, sondern nach Ihren Bedürfnissen gekauft werden. Wir unterscheiden bei der Polsterung zwischen “straff”, d. h. weitgehend glatter Polsterung und “leger” bzw. “besonders legerer” Polsterung. Bei den letzteren ist eine weiche, knautschige Verarbeitung konstruktiv und Design bedingt gewollt. Hier zeigen sich schon im Neuzustand Wellen oder Fältchen im Bezugsmaterial. Die verstärken sich im Gebrauch und sind eine warentypische Eigenschaft. Bitte die Produktinformationen des Herstellers beachten. Es wird vielfach unterschätzt, aber Polstermöbel werden laut Stiftung Warentest täglich ca. 3 bis 5 Stunden benutzt, meist auf einem Lieblingsplatz. Für das Äußere Erscheinungsbild der Polstermöbel ist wichtig, dass die verschiedenen Sitzteile gleichmäßig genutzt werden. Wenn immer wieder nur die „Lieblingsplätze” benutzt werden, kommt es zwangsläufig zu deutlich sichtbaren optischen und polsterspezifischen Veränderungen beim Polstermöbel. Polstermöbel müssen Waage ausgerichtet werden und gerade stehen. Bei Unebenheiten des Fußbodens oder durch Teppiche muss ausgeglichen bzw. unterlegt werden.

Raumklima, Klimabedingungen
Das Raumklima, das Medizin und Wissenschaft empfehlen liegt bei Jahresdurchschnittswerten von 40% bis 55% Luftfeuchtigkeit bei 18° bis 23° Celsius, als Idealklima für Mensch und Material. Kurzfristige Abweichungen von den Idealwerten für Wohnräume schaden nicht. Dies gilt auch für Polstermöbel. In hellen Räumen müssen die farbigen Polsterbezüge durch Vorhänge und Jalousien vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Bei Polstermöbeln und Textilien, auch Leder, Teppichböden etc. kann es bei zu trockener Luft zu empfindlichen elektrostatischen Aufladungen kommen, siehe elektrostatische Aufladung. Bei dauerhaft feuchten Wänden kann es zu Schimmelpilz und Materialschäden kommen.

Reibechtheit
Die meisten Bezugsmaterialen haben heute gute Reibechtheitswerte. Nur sehr dunkle oder Intensivfarbtöne geben im Anfangsstadium manchmal etwas Farbe ab. Leichte Abfärbungen liegen im Toleranzbereich. Abhilfe schafft dann meistens eine Reinigung mit destilliertem Wasser und Natur/Neutralseife. (Siehe dazu auch allgemeine Reinigungs- und Pflegehinweise, Farbechtheit, Stoffe)

Schimmelpilz/Stockflecken
(Siehe allgemeine wichtige Informationen)

Sicherheitshinweise allgemein
Hier sind unter allen Umständen die Angaben der Hersteller, und die Hinweise der Fachleute in der Montage zu beachten. Bei elektronischen Geräten und Bauteilen ist grundsätzlich besondere Vorsicht geboten, Das gilt für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Reparaturen an elektrifizierten Bauteilen dürfen ausschließlich von autorisiertem Fachpersonal durchgeführt werden. Befinden sich Kinder im Haushalt, dürfen solche Elektro- oder Funktionsteile nicht unbeaufsichtigt bleiben. (Siehe auch Allgemeine Hinweise, Aufmaß, Belastbarkeiten, Elektroteile, Funktionsmöbel.)

Sitzhärteunterschiede
Konstruktionsbedingte Sitzhärteunterschiede sind durch die unterschiedlichen geometrischen Formen bei Polsterbetten oder Funktionssofas aufgrund der industriellen Serienfertigungen unvermeidbar. Beim Schaumstoff kann es bereits im Neuzustand aus fertigungstechnischen Gründen zu größeren Toleranzen kommen. Nur bei Maß- und formgleichen Polsterteilen sind die Sitz- oder Rückenhärten weitgehend einheitlich. (Siehe auch Toleranzen, Belastbarkeiten, Polstermöbel allgemein.)

Sitzspiegel
(Siehe Gebrauchslüster, FIorlagenveränderung)

Sitz- und Polstereigenschaften
Bitte benutzen Sie bei Polstermöbeln möglichst alle Teile gleichmäßig, nicht nur den so genannten „Lieblingsplatz”. damit sich bei legeren, modernen Möbeln die Optik durch Wellen und Muldenbildung gleichmäßig verändern kann. Achten Sie darauf, dass niemand auf den Polstermöbeln herumspringt und lassen Sie sich nicht hineinfallen. Stellen Sie sich nicht auf Sitz-, Arm-, oder Rückenteile, solche punktuellen Überlastungen sind irreparabel. Wenn Sie die Polstermöbel versetzen, heben Sie unten am Korpus an. Setzen Sie sich nicht auf bewegliche Funktionsteile, Arm- oder Rückenlehnen. (Siehe auch Wellenbildung). Legere Möbel und lose oder gefüllte Kissen müssen regelmäßig und je nach Nutzungsintensität glatt gestrichen und aufgeklopft bzw. geschüttelt werden.

Statische Aufladung
(Siehe elektrostatische Aufladung)

Stellplatz
Polstermöbel müssen gerade und ausgerichtet aufgestellt werden. Schon kleine Höhenunterschiede durch schiefe Böden oder Unebenheiten beim Aufstellen (stehen teilweise auf Teppichen) kann es nach Wochen oder Monaten zu Folgeschäden am Untergestell kommen, z.B. Knarr- oder Quietschgeräusche.

Wichtige Information zu Möbelstoffen (Unbedingt zuerst Herstellerhinweise beachten)
Der Bezug ist wie das Gesicht des Polstermöbels, die Entscheidung Stoff oder Leder beeinflusst die Optik und die Gebrauchseigenschaften entscheidend. Ihr persönliches Wohlbefinden sollte die Hauptrolle spielen, testen Sie all unsere Modelle. Ihr Einrichtungsberater ist Ihnen bei der Beantwortung Ihrer Fragen sehr gerne behilflich. Der Preis eines Stoffes sagt nicht zwangsläufig etwas über seine Robustheit und Langlebigkeit aus, sondern kann Ausdruck anderer Qualitätskriterien sein, wie z.B. der Exklusivität und Eleganz der verwendeten Materialien (Seide), der Raffinesse des Druck- oder Webverfahrens des hohen ästhetischen Wertes oder der extremen Feinheit.

Polstermöbel werden im Durchschnitt vier Stunden pro Tag benutzt. Legt man pro Woche nur 6 Tage zugrunde und errechnet die Sitzdauer in einem Jahr, so kommt man auf die unglaubliche Zahl von 1.248 Stunden. Während dieser Zeit müssen Polstermöbel hohe Gewichtsbelastungen, Scheuerbewegungen und andere Einflüsse wie Licht, Wärme, Staub etc. aushalten, möglichst ohne dass sie dabei ihre Funktions- und Gebrauchstauglichkeit verlieren. Die Qualität der verwendeten Materialien, die Intensität der Nutzung sowie Tabakrauch, Schweiß, Kosmetika oder sonstige Körperabsonderungen, natürlicher Verschleiß und Ihr Pflegeverhalten bestimmen somit in hohem Masse, wie lange die Freude an den Möbeln währt. Häusliche Jeansträger müssen wissen, dass grober Jeansstoff mit derben Nähten der Feind fein gewebter Polsterbezüge (und Autositze) ist und abfärbt, ebenso wie nicht farbechte Textilien. Klettbänder, Haustiere mit scharfen Krallen müssen von Polstermöbeln ferngehalten werden. (Siehe allgemeine Hinweise, Haustiere, Reinigungs- und Pflegehinweise.)

Stoffpflege
Einige ganz besonders hochwertige Materialien unserer angebotenen Stoffkollektionen haben eigene Pflegeanleitungen, die es unbedingt zu beachten gilt. Bitte bewahren Sie die Anleitung zusammen mit diesen Möbeln und dem Kaufvertrag auf. Die Unterhaltspflege ist gleichzusetzen mit der täglichen Körperpflege des Menschen. Bei der regelmäßigen Unterhaltspflege werden Verschmutzungen, die durch den täglichen Gebrauch entstehen, beseitigt (Hausstaub, Krümel, Fusseln, etc.) und zwar durch regelmäßiges Absaugen (geringe Saugleistung) mit einem normalen Haushaltsstaubsauger mit Polsterdüse. Bei Velours- und Flachgewebe unbedingt eine Düse mit weichen Borsten verwenden und in Strichrichtung arbeiten. Anschließend mit einer weichen Bürste abbürsten (z.B. Kleiderbürste). Ab und zu sollte der Bezug mit einem sauberen, feuchten Tuch abgewischt werden. Die Feuchtigkeit hält die Fasern elastisch und wirkt sich so positiv auf deren Langlebigkeit aus. Keinesfalls Mikrofasertücher oder Dampfreiniger verwenden! Flecken entfernt man am besten sofort, unmittelbar nach dem Entstehen. Wichtig ist, dass verschüttete Flüssigkeiten sofort mit einem saugfähigen Küchenpapier oder Tuch abgetupft werden – nicht reiben! Dann können sie gar nicht erst in das Gewebe eindringen. Viele Stoffe unserer Kollektion sind durch Ausrüstung fleckgeschützt das heißt Flüssigkeiten dringen nicht sofort in das Gewebe ein, sondern sind meist durch ein saugfähiges Tuch oder Papier zu beseitigen. Achtung: Niemals auf der Stelle reiben und immer erst die Herstelleranweisung am Produkt beachten! Bitte lesen Sie in der Produktbeschreibung im Verkaufsheft den entsprechenden Passus nach.

Reinigung von Stoffen:
Grundsätzlich lassen sich die meisten Möbelstoffe durch autorisierte Reinigungsunternehmen chemisch reinigen, beachten Sie jedoch immer zuerst die vom Hersteller empfohlene Anleitung! Man kann auch Trockenshampoo auf einen ausgedrückten Schwamm aufsprühen, vorsichtig und großflächig, von Naht zu Naht den Bezug damit einreiben. Bei Velours zum Schluss die Oberfläche in Strichrichtung mit weicher Bürste bürsten. Bei Stoffen, die als waschbar ausgewiesen sind, ist folgendes zu beachten: Verwenden Sie nur flüssige Feinwaschmittel oder flüssige Neutral-, Naturseife ohne öl und Bleichmittel! Kissenbezüge sind vor dem Waschen auf die linke Seite zu drehen und der Reißverschluss zu schließen! Flecken eventuell vorher mit schonendem Flecklöser einweichen. Nicht schleudern! Nicht in den Trockner! Am besten die Bezüge noch leicht feucht wieder aufziehen. Bezüge mit Baumwollanteil können trotz Vorwäsche immer noch 2% bis 3% einlaufen. Im feuchten Zustand können sie daher beim Aufziehen leichter gedehnt werden. Im feuchten Zustand die Möbel nicht benutzen. Fleckenentfernung sollte allerdings die Arbeit des Reinigungsfachmannes sein! (Siehe auch allgemeine Reinigungs-und Pflegeempfehlung)

Achtung:
Bei Verwendung von feuergefährlichen Mitteln für ausreichend Belüftung sorgen. Kein offenes Feuer! Lösungsmittel wie Waschbenzin, Spiritus oder handelsübliche Fleckenwasser sind bei vielen Mikrofasern nicht anwendbar. Herstellerhinweise unbedingt beachten.

Toleranzen
Bei industriell hergestellten Möbeln entstehen viele Teile in reiner Handarbeit. Sie werden in Serien hergestellt wobei fertigungstechnische Toleranzen (Abweichungen) unvermeidbar sind. Besonders bei Funktionsmöbel- und Möbelteilen. Bei Maßangaben handelt es sich grundsätzlich um Circa-Masse.

Unikate, z. B. Holz, Leder, Natursteine
Möbel aus Naturwerkstoffen sind unverwechselbare Unikate. Eine Farb- oder Strukturgleichheit ist bei diesen Möbeln aufgrund ihrer materialspezifischen Eigenschaften nicht möglich.

Wellenbildung und Muldenbildung (Faltenbildung)
Beim sogenannten “Einsitzen” oder “Einliegen” verändern sich Sitzhärte und Optik meist schon nach kurzem Gebrauch. Sie wird weicher in Abhängigkeit von Art und Dauer der Benutzung. Dies ist ein normaler Prozess, den jede Polsterung durchläuft. Um gleichmäßige Sitzhärten zu erzielen, ist es wichtig, die Sitzpositionen von Zeit zu Zeit zu ändern. Sonst kann es zu einseitiger Mulden- und Faltenbildung (“Lieblingsplatz”) kommen. Richtlinie: Je stärker das Bezugsmaterial und je grösser die gepolsterte Fläche, umso grösser ist die Neigung zur Falten- und Muldenbildung. Unterstützt wird diese Entwicklung dadurch, dass Stoffe und Leder sich unter Einfluss von Körpergewicht mehr oder minder dehnen und dadurch “Wellen” bilden. Diese optische Veränderung hat auf Gebrauch, Funktion und Lebensdauer so gut wie keinen Einfluss.

Acryl
Acryl ist ein Kunststoff mit einer hohen Dichte, sehr lichtbeständig, sehr stoßfest, thermisch verformbar und weist eine hohe Beständigkeit gegenüber gebräuchlichen Haushaltschemikalien auf. Für Möbel werden häufig hochglänzende Oberflächen eingesetzt. Achtung: Für die Pflege von Acryl niemals Mikrofasertücher verwenden. Bitte beachten Sie die Herstellerangaben.

Aluminium
Die Pflege von Aluminium muss besonders schonend stattfinden, nur mit weichen, kratzfreien Tüchern. Behandeln Sie Aluminium-Teile nicht mit alkalischen oder säurehaltigen Mitteln. Bitte beachten Sie die Herstellerangaben.

Aufmaß, Aufstellen und Ausrichten
Auch Speise-, Wohn- und Schlafraummöbel müssen gut geplant und gerade ausgerichtet aufgestellt werden, da es sonst zu Folgeschäden kommen kann. Informieren Sie Ihren Einrichtungsberater über die Raumsituation in Ihrem Zuhause. Böden sind nicht gerade und bei feuchten Wänden muss ein Mindestabstand von den Wänden gewahrt werden, sonst sind Feuchtigkeitsschäden, unangenehmer Geruch usw. nicht zu vermeiden. Bei Fußbodenheizung ist auf ausreichende Luftzirkulation zu achten.

Wichtig:
Die Verantwortung dafür, dass die Möbel auch tatsächlich in Haus oder Wohnung geliefert werden können, trägt der Käufer! Informieren Sie daher Ihren Einrichtungsberater über die örtlichen Gegebenheiten und die Zugänglichkeit Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung.

Bestimmungsgemäße Verwendung
(Siehe allgemeine wichtige Informationen)

Belastbarkeiten (Beladungswerte)
Die Belastbarkeit und Beladung von Hängeelementen, Einlegeböden, Schubkästen, Regalen oder Wandborden, ob Glas, Holz, Metall usw. sind sehr unterschiedlich. Deshalb sind die Produktinformationen zu den maximalen Belastungsgrenzen unbedingt zu beachten. So bedeutet z.B. max. 15 kg Belastbarkeit. dass die gesamte Beladung (ohne Eigengewicht) 15 kg nicht übersteigen darf und keine weitere Anbringung von zusätzlichen Ablagen o.ä. an dem Möbelteil vorgenommen werden darf. Lassen Sie sich bitte beraten, ob bei höheren Gewichtsansprüchen Sonderanfertigungen etc. möglich sind. Dabei ist auf eine fachgerechte und ausreichende Wandbefestigung/ Auflage zu achten. Es dient Ihrer Sicherheit. lassen Sie sich bitte beraten.

Bettsofa (Schlafsofa)
Siehe Funktions- und Verwandlungsmöbel.

Chemische Reaktion, z.B. Weichmacher
Auf Möbeloberflächen kann es durch den Kontakt mit unterschiedlichen Materialien zu chemischen Reaktionen kommen. Lackierte Oberflächen recht widerstandfähig und schützen in der Regel kurzfristig auch vor Alkohol oder Wasserflecken. Legt man jedoch Tischdecken oder Unterleger aus bestimmten synthetischen oder kunststoffähnlichen Zusammensetzungen darauf, kann es zu chemischen Reaktionen kommen, die die Oberfläche beschädigen. Bitte die Produktinformationen beachten.

Couchtische
Das Angebot an Couchtischen ist sehr vielfältig und variantenreich. Dazu kommen immer neue Materialien. Hinweise über die Haltbarkeit, Belastbarkeit, Funktionstüchtigkeit, warentypische Eigenschaften, Reinigungs- und Pflegehinweise sind in den Produktinformationen ersichtlich.

Dampfreiniger
Dampfreiniger sind für Möbel grundsätzlich ungeeignet, auch wenn die Werbung dazu unterschiedliche Empfehlungen gibt. Dampfdruck kann relativ schnell Fugen, Dichtungen, Oberflächen und Bezugsmaterialien etc. zerstören.

Drehtüren, Schiebetüren, Falttüren- und Gleittürenschränke:
Ein sorgfältiges Ausrichten der Möbelteile und die Beachtung der Montageanleitung des Herstellers sind hier besonders wichtig. (Siehe auch Schiebetüren)

Durchbiegen
Ein leichtes Durchbiegen von Einlegeböden, Regalen, Schubkästen, Tisch oder Einlegeplatten ist je nach Material und Größe unvermeidbar und zulässig (siehe Toleranzen), solange die Sicherheit und Funktion nicht beeinträchtigt sind. Bei Materialien aus Holz achten Sie bitte auf Ihr Raumklima und auf die vom Hersteller angegebenen Belastungsgrenzen.

Duroplast Materialien:
Allgemein versteht man darunter gehärtete Kunststoffe wie z. B. Laminate, Melamin und weitere Schichtstoffmaterialien. Reinigung und Pflege erfolgen mit mildem Geschirrspülmittel, danach trocken reiben. Bitte Herstellerhinweise beachten.

Elektrogeräte, elektrische Bauteile und Leuchtmittel:
Für alle Elektro oder elektronischen Geräte und Teile sind im Besonderen die Gebrauchsanleitungen des Herstellers zu beachten. Es dürfen nur Ersatzlampen oder Geräte wie vom Hersteller empfohlen mit gleicher Leistung eingesetzt und nicht zugestellt oder zugehängt werden. Das kann sonst zu Wärme- und Hitzestau, Trafobeschädigungen und weiteren Folgeschäden führen. Bei Ausfall oder Problemen wenden Sie sich bitte direkt an Ihren Fachhändler. Die Montage darf nur von autorisiertem Fachpersonal durchgeführt werden.

Elektrostatische Aufladung
(Siehe allgemeine wichtige Informationen)

Empfindlichkeiten
Je nach Farbe, Oberfläche und Natürlichkeit der Materialien verhalten und reagieren die Produkte anders. So ist mit Öl- und Wachsoberflächen oder Massivholz anders umzugehen als mit lackierten, pigmentierten Materialien. Sie haben auch einen unterschiedlichen Geruch. Bitte beachten Sie dazu die Produktinformationen.

Ersatz- und Verschleißteile
Der Einsatz von Ersatz- und Verschleißteilen von Drittherstellern kann zu Gefahren führen. Es dürfen nur Originalteile oder vom Hersteller freigegebene Teile verwendet werden.

Farb- und Strukturunterschiede bei Massivholz, Echtholzfurnier oder Farbmustern
Die Lebensgeschichte eines Baumes wird durch charakteristische Wuchsmerkmale wie Zeichnung, und Farbe geprägt. Kein Baum gleicht dem anderen, wie der Fingerabdruck eines Menschen. Diese abweichenden Natur- und Wachstumsmerkmale machen aus jedem individuell planbaren Echtholzmöbel ein “Unikat” mit einem einzigartigen Erscheinungsbild. Holz verändert sich bei Sonnen- und Lichteinstrahlung, je naturbelassener desto schneller. Eine absolute Farb- und Strukturgleichheit, beispielsweise zwischen Planungs- oder Farbmustern und Lieferung, sowie der horizontale und vertikale Strukturverlauf des Holzes, ist nicht möglich. Hölzer und Furniere aus verschiedenen Stämmen passen strukturell und farblich nicht überein, spätestens während der Nutzungsdauer treten Farbabweichungen auf. Bei späteren Ergänzungen empfiehlt sich daher eine Sonderfertigung nach Frontmuster. Auch spezielle modellbedingte Verarbeitungsmethoden, wie vertikaler und horizontaler Furnierverlauf, “gestürzter” Furnierzuschnitt zur optischen Formatierung, Furnier- und Massivholzkombinationen, Hirn- und Langholzverbindungen, .Umleimer” oder die Parkettverleimung zur Formstabilität, führen je nach Holzart, Position und Lichteinfall zu hellen und dunklen Farb- und Strukturakzenten. Diese Natur-Farbspiele sind eine warentypische Eigenschaft des gewachsenen Naturwerkstoffes und ein wesentliches, unverwechselbares Echtheitsmerkmal.

Federholzrahmen/Lattenroste
Hier sollte auf jeden Fall eine Abstimmung zwischen Matratze, Federrahmen und Bettanlage, sowie dem Nutzer erfolgen. Eine gute Schlafstätte ist der wichtigste Garant für einen erholsamen Schlaf. Lassen Sie sich fachmännisch beraten.

Fogging (Schwarzstaubablagerungen)
Solche Fälle kommen nur selten vor. Ursache und Auslöser von Fogging bzw. Schwarzstaubablagerungen It. Informationen des Umweltbundesamtes sind Substanzen wie sie bei Renovierungen, Malerarbeiten, Fußboden- und Verlegearbeiten, Bausanierungen entstehen können, Dabei gasen schwerflüchtige organische Verbindungen (sogenannte „SVOC“ oder Weichmacherverbindungen – .Phthalate”) aus einigen Produkten aus, Das ist nicht ungewöhnlich und kann noch nach Monaten in die Raumluft abgegeben werden, Sie führen zusammen mit Schwebestaubteilchen, die in der Raumluft und der Außenluft immer vorhanden sind, zu einem “Zusammenkleben” kleiner Staubteilchen zu größeren Einheiten. Unter ungünstigen Begleitumständen setzen sie sich als schmierige Beläge an Wänden und anderen Flächen im Raum oder auch in Nebenräumen ab. Besonders stark betroffen sind Außenwände, Fenster, Fernsehgeräte, elektronische Geräte und sonstiges Inventar. Möbel sind nur in ganz seltenen Fällen der Auslöser, In solchen Ausnahmefällen können nur Fachleute weiterhelfen.

Funktionsteile
Funktionsteile sind technische Kompromissteile zwischen festen und beweglichen Materialteilen, Sie benötigen immer einen gewissen Spielraum. Damit diese Technik auf Dauer zuverlässig funktioniert ist ihre sorgfältige Handhabung sehr wichtig. Dabei sind in erster Linie die Belastbarkeitsgrenzen zu beachten (Siehe Produktinformationen). Auch optisch sehen sie häufig etwas anders aus, oder weichen von den Massen etwas ab, Beschläge können z.B. durch einseitige Handhabung überbeansprucht werden. Funktionsteile benötigen verarbeitungstechnisch- und materialbedingt einen gewissen Spielraum und MasstoIeranzen, z.B. an Anstellteilen, Tischplatten etc. Je nach Art und Oberfläche ist eine regelmäßige Wartung und Pflege wichtig. Das gilt für alle beweglichen Teile, Beschläge, Scharniere, Schubkastenführungen, Schiebetüren, Führungen allgemein usw.

Furniere (Echtholzfurniere)
(Siehe Massivholz, Farb- und Strukturunterschiede.)

Füße und Fussbodenschutz
Für den Schutz seiner individuellen Fußbodenbeläge ist der Käufer verantwortlich. Die industrielle Fertigung sieht jeweils ihren modellbezogenen Standard vor. Um ihn vor Kratzern oder Druckstellen zu schützen, sollten Sie darauf achten, dass unter den Standard-Varianten des Herstellers evtl. nochmals gesonderte Unterlagen angebracht werden. Solche Schutzunterlagen (Aufkleber. Filz u.ä.) erhalten Sie in jedem Baumarkt.

Fußbodenheizung
Bei Fußbodenheizungen ist in Verbindung mit Massivholz Möbeln besondere Vorsicht geboten. Bei flächig aufgestellten Schränken, Kommoden usw. kann das Holz stärker austrocknen und es kommt zu Schwund, Verzug oder Rissbildung im Holz. Antiquitätenhändler empfehlen für ihre wertvollen Gegenstände deshalb zusätzliche Befeuchtung z.B. durch das aufstellen in oder unter den Schränken von Wasserschalen, Luftbefeuchtern etc. Auch bei Tischen und Stühlen aus massiven Hölzern ist vor allem bei geölten oder gewachsten Oberflächen darauf zu achten, dass die Möbel gut abgetrocknet sind. Es soll unter den Füßen ein ausreichender Fussbodenschutz angebracht werden, damit keine direkte Verbindung zum warmen Boden stattfindet z.B. Abstandshalter. Durch die Erwärmung von unten kann z.B. die geölte Oberfläche teilweise den Boden verunreinigen.

Geräuschbildung/Knarrenen
(Siehe Aufmaß, Aufstellen und Ausrichten)

Geruch
Neue Produkte riechen anfänglich, das ist allgemein bekannt. Das kann je nach Material- und Zusammensetzung einige Wochen oder Monate dauern. Hier hilft am besten häufiges lüften oder feuchtes abwischen mit einem verdünnten Reinigungsmittel (keine säurehaltigen Inhaltsstoffe) oder im Handel erhältliche Geruchsneutralisierer und danach trocken reiben. Bestimmte Produkte wie Leder, Massivholz, oder ein Schrank behalten immer einen gewissen Eigengeruch. Diese bekannten “Möbelgerüche” sind normal und im Allgemeinen gesundheitlich unbedenklich.

Glas, Glastische
Im Floatverfahren hergestelltes Glas entspricht den EU-Normen und der DIN 1249. Bei polarisiertem Licht sind Irisationserscheinungen wie leichte Wolken, Ringe, Schlieren oder Ziehfehler in den Spektralfarben physikalisch bedingt und unvermeidbar. Glasflächen sind kratzempfindlich. Scharfkantige Gegenstände dürfen nicht ohne Schutz abgestellt oder gezogen werden. Insbesondere bei heißen Töpfen oder Flaschen aus dem Tiefkühlfach kann Floatglas platzen. Die Pflege erfolgt mittels handelsüblicher Glasreiniger. Da Glas in sehr vielfältigen Varianten und Qualitäten als Nutz- und Zierfläche eingesetzt wird, sind die jeweiligen Herstellerinformationen und die Reinigungs- und Pflegehinweise ganz besonders zu beachten. Fragen Sie hierzu Ihre Fachberater.

Glas, Einscheiben-Sicherheits-Glas (ESG)
Einscheiben-Sicherheits-Glas zeichnet sich insbesondere durch erhöhte Schlagfestigkeit aus. Es ist daher bei fast allen öffentlichen Einrichtungen, Objekten, Hotels etc. vorgeschrieben. Diese Schlagfestigkeit wird erreicht, durch eine spezielle Behandlung, die “Vordivnen” genannt wird. Es ist deshalb nicht kratzfest. Im Falle von Glasbruch entstehen bei Sicherheitsglas sehr kleine Glaspartikel. Das ist Ihnen sicherlich von den Autoscheiben bekannt. Trotzdem ist auch die Schlagfestigkeit im Kantenbereich eingeschränkt. Bedingt durch die hohen Temperaturen beim Härten, kann es zu kleinen Unebenheiten, Einschüssen und Verbrennungen kommen. ESG-Glas darf bei der Nutzung keinen extremen Temperaturen (sehr heiß oder eiskalt) ausgesetzt werden. Nickel-Sulfid-Einschüsse können hierdurch einen Glassprung auslösen.

Granit/Naturstein
Nicht alles ist Granit, was als Granit angeboten wird, sondern häufig uriger Naturstein. Granit besitzt eine hohe Abnutzungshärte und ist sehr witterungsbeständig. Trotz dieser Widerstandsfähigkeit ist Granit zwar relativ kratzfest, jedoch nicht lichtecht. Die Oberfläche ist nicht lackiert und deshalb nicht ganz glatt. Natürliche Einschlüsse, kleine Vertiefungen und Strukturunterschiede sind naturbedingt und warentypisch. Gebrauchsspuren (Patina) sind wie bei anderen Materialien auch auf Dauer nicht zu vermeiden. Natursteinmuster in einer Ausstellung oder auf Verkaufsunterlagen zeigen immer nur Ausschnitte einer gesamten Platte und können deshalb nur den Charakter des Gesteins wiedergeben. Die Oberflächen von Küchen-Arbeitsplatten werden bei der Herstellung vorbehandelt (imprägniert), Verunreinigungen wie Fett, öl, Speisereste usw. lassen sich bei sofortiger Behandlung einfach entfernen. Die Schutzwirkung ist allerdings zeitlich beschränkt, da Wasserdampf durch den Granit wandert und die Wirkung der Imprägnierung mit der Zeit nachlässt. Achtung: Die jährliche Neuimprägnierung, erstmalig innerhalb 12 Monaten nach Kaufdatum, gehört daher zur Unterhaltspflege. Je nach Intensität der Nutzung auch häufiger. Trotzdem können Gebrauchsspuren, wie z.B. Flecken von aggressiven Substanzen oder ein Nachlassen des Glanzgrades, nicht gänzlich vermieden werden. (Nachweis gegen Rechnungsbeleg siehe Bezugsquellen Pflegemittel) Vermeiden Sie es, Ihre Natursteinplatte extremen Temperaturschwankungen auszusetzen, dass, kann auch die hochwertigste Natursteinplatte zum Bersten bringen.

Pflege und Imprägnierung von Granit- bzw. Naturstein- Tischplatten
(Grundsätzlich ist auch hier die Herstelleranleitung zu beachten) Benutzen Sie zur alltäglichen Pflege ein feuchtes Ledertuch und polieren Sie die Fläche anschließend mit einem trockenen Leinentuch nach. Es dürfen keine Lösungsmittel verwendet werden. Vor Beginn der Imprägnierung muss der Granit sauber und absolut trocken sein! Achten Sie auf eine gute Durchlüftung im Innenbereich (Lösungsmittel-Dämpfe) und schützen Sie den Fußboden durch Plastik oder Papier. Vermeiden Sie, dass die Imprägnierung mit lackierten Oberflächen (z.B. Klappeinlagen) in Berührung kommt. Tragen Sie die Lösung mit einem sauberen Pinsel sparsam auf die Granitplatte und zum Schluss auf die Seitenkanten auf. Lassen Sie die aufgetragene Lösung vollständig trocknen. Eventuelle Rückstände können nach dem Abtrocknen mit einem angefeuchteten Pad oder Lappen auspoliert werden. Die Oberfläche ist nach dem Austrocknen wieder gebrauchsfertig. Die Qualität der verwendeten Materialien, die Intensität der Nutzung, Äußere Einflüsse (z.B. Lichteinwirkung, Tabakrauch, säurehaltige Flüssigkeiten, Alkohol) und Ihr Pflegeverhalten bestimmen in hohem Masse, wie lange die Freude an den Möbeln währt.

ÖI-Schieferplatten müssen auf der Oberseite geölt oder gewachst werden. Bei starker Verschmutzung reinigen Sie die Platte mit Schwamm und Seife, anschließend – nach dem Trocknen – wird die Schieferfläche mit Schieferöl oder Wachs behandelt.

Granit besitzt eine hohe Abnutzungshärte, Kratzfestigkeit und ist sehr witterungsbeständig. Trotz dieser Widerstandsfähigkeit ist Granit nicht lichtecht. Gebrauchsspuren werden wie auch bei anderen Materialien sichtbar. Die Granitoberflächen unserer Tische wurden bei der Herstellung mit Atralon 6025 imprägniert: Verunreinigungen wie Fett, öl, Säuren usw. sind trotzdem sofort zu entfernen. Die Schutzwirkung von Atralon ist allerdings zeitlich beschränkt da Wasserdampf durch den Granit wandert und die Wirkung dieser Versiegelung mit der Zeit vermindert. Bitte Herstellerpflegeanleitungen beachten.

Halogenglühlampen
Verwenden Sie zum Austausch von Leuchtmitteln aus Sicherheitsgründen generell nur die vom Hersteller vorgeschriebenen Produkte. Achten Sie auf die zulässige Höchstwattzahl auf dem Strahler, da sonst Brandgefahr bestehen kann.

Heizung
(Siehe allgemeine wichtige Informationen)

Hochglanz Fronten
Wertigkeit und vieles mehr wird mit “Hochglanz” verbunden. Bei richtiger Handhabung sind Hochglanz Fronten viel unempfindlicher als angenommen. Viele Hochglanzoberflächen werden für die Lieferung und Montage mit einer Schutzfolie versehen. Diese entfernt bei Anlieferung der Monteur. Wichtig: Erst jetzt kann die Hochglanzoberfläche endgültig aushärten, deshalb mindestens 24 bis 48 Std. „Putzverbot”. Zu den warentypischen Eigenschaften je nach Material und Verarbeitung kann dabei jedoch u.a. ein kaum sichtbarer Orangenhauteffekt, leichte unterschiedliche Farbschattierungen an Oberflächen und Kanten, je nach Lichtquelle und Lichteinfall (Gegenlicht) zählen. Dazu kommt im Gebrauch eine gewisse Oberflächen-Patina, wie beim Auto auch. Achtung: Zwingend notwendig für die Reinigung nach der „Erstmontage” und später generell gilt für die Hochglanzfronten: Immer ein völlig sauberes, unbenutztes Reinigungstuch verwenden, (keine sog. Mikrofasertücher). Nicht das gleiche Tuch für die Innen- und Frontseiten verwenden und immer wieder klarspülen. Selbst kleinste, für das normale Auge nicht sichtbare Staubkörnchen, Schmutzrückstände etc. können in Ihrer edlen Hochglanzfront Spuren hinterlassen. Nur mit dem von uns oder dem Hersteller empfohlenen Hochglanz-Reinigungsmittel reinigen. Wenn Sie das berücksichtigen, werden Sie lange Freude an Ihren Hochglanz Möbeln haben. (Siehe auch Möbeloberflächen, elektrostatische Aufladung)

Holzwerkstoffe
Die Qualität eines Produktes ist grundsätzlich nicht davon abhängig, ob ein Möbel aus Holzwerkstoffen oder Massivholz besteht, sondern eher von der Qualität des Materialeinsatzes, Die divplatten, mitteldichten Faserplatten (MDF), Sperrholz-, Dreischicht- oder Tischlerplatten sind von höchster Güte und Qualität. Ob mit furnierter, folierter oder lackierter Oberfläche sind sie äußerst stabil, weniger anfällig bei Temperaturschwankungen und vielfältig einsetzbar. Holzwerkstoffe schonen im großen Umfang unsere natürlichen Ressourcen.

Installationen:
Abwasser, Sanitär, Elektroleitungen

Zu Ihrer Sicherheit. Vorsicht bei allen Planungen von Stand und Hängeelementen die mit Wandbefestigungen, Bohrungen und Installationen verbunden sind. Aus Sicherheitsgründen sollten Sie sich bei der Planung bei Bauherren, Vermietern, Wohnungseigentümern etc. sachkundig machen, aus welchen Materialien die “unter Putz” verlegten Rohre und Leitungen bestehen. Seit vielen Jahren werden im Haus- und Wohnungsbau z.B. PVC-Leitungen verarbeitet, die derzeit noch nicht mit Messgeräten erfasst werden können. Legen Sie deshalb bitte bei solchen Planungen unbedingt entsprechende Verlege- oder Installationspläne vor.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass eine reibungslose Montage nur mit aktuellen Installationsplänen durchgeführt werden kann. (Siehe auch Neubauten, Aufmaß, Aufstellen Ausrichten)

Keramik
Siehe, Glas, Glaskeramik. Für die Pflege nur milde und neutrale und keine scheuernden Mittel oder Pflegetücher einsetzen und unbedingt die Herstellerangaben beachten.

Kopfteile/Bettkopfteile
Bei Bettkopfteilen handelt es sich grundsätzlich nicht um Funktionsteile! (Bitte Produktinformation beachten) Bettkopfteile sind meist designorientiert entwickelt und deshalb nur begrenzt belastbar. Bitte deshalb nicht mit der üblichen Funktion und Belastbarkeit einer Rückenlehne gleichsetzen.

Kunstmarmor, Marmorimitate
Hier ist eine Vielzahl von Materialien auf dem Markt. Nur die qualitativ guten haben sich über Jahre behauptet. Hier fragen Sie am besten Ihren Fachverkäufer.

Lacke
Die Auswahl bei Lacken, der Anwendungsbereich und der tägliche Umgang incl. Reinigung und Pflege sind sehr vielfältig. Bitte informieren Sie sich vorher und beachten Sie die Herstellerangaben. (Siehe auch Möbeloberflächen)

Lattenroste
(Siehe auch Federholzrahmen)

Leuchtmittel/Lampen
Verwenden Sie zum Austausch von Leuchtmitteln aus Sicherheitsgründen generell nur die vom Hersteller vorgeschriebenen Produkte. Achten Sie auf die zulässige Höchstwattzahl auf dem Strahler, da sonst Brandgefahr bestehen kann.

Lichtechtheit (Lichteinwirkung bei Möbeln)
Als Lichtechtheit bezeichnet man die Resistenz von einem Material gegenüber der Einwirkung von Licht (insbesondere Sonnenschein, Tageslicht, Halogen-Beleuchtung usw.) Solche Lichtquellen und insbesondere Sonnenlicht verändern Oberflächen, speziell Holzoberflächen oder sonstige Naturmaterialien. Diese Art von “Sonnenbrand” führt durch den chemischen Aufbau zu Farbveränderungen. Naturhölzer können nachdunkeln oder vergilben, gebeizte Hölzer bleichen aus. Schützen Sie Ihre wertvollen Möbel unbedingt vor extremer Lichteinwirkung, da eine “absolute” Lichtechtheit Material bedingt nicht zu erreichen ist.

Die Urgewalt der Sonne verändert alle Materialien! Besondere Vorsicht ist deshalb in hellen Südzimmern mit viel Glas geboten, dort sollten bei direkter Sonneneinstrahlung Vorhänge oder Jalousien geschlossen werden, da sonst eine Oberfläche schon nach wenigen Wochen an den beschienenen Stellen heller oder dunkler werden kann. Solche „farblichen Veränderungen” haben auf den Gebrauch oder die Lebensdauer keinen Einfluss.

Luftfeuchtigkeit (Raumklima)
Holz ist ein natürlicher Werkstoff, der ständig den Feuchtigkeitsgehalt aufnimmt und wieder abgibt. Darum sollten Möbel keiner extrem großen oder zu geringen Luftfeuchtigkeit ausgesetzt werden. Das Holz beginnt sonst wie der zu arbeiten, sich zu verziehen, offene Leimfugen oder Risse zu zeigen. Bei Massivholz sollte deshalb in Verbindung mit Fußbodenheizung ein besonderer Schutz erfolgen. Das Raumklima, das für Menschen und Pflanzen am besten ist, beträgt nach Medizin und Wissenschaft Jahresdurchschnittswerte von 40 % bis 55 % relative Luftfeuchtigkeit bei 18° bis 23° Celsius. Kurzfristige Abweichungen von diesen Empfehlungswerten, z. B. in den Wintermonaten schaden nicht. Es empfiehlt sich deshalb, im Raum ein Thermometer und ein Hygrometer anzubringen. Bei dauerhaft feuchten Wänden drohen Schimmelpilz und Materialschäden. (Siehe allgemeine wichtige Informationen)

Masse
Die Maßangaben bei industriell gefertigten Möbeln sind grundsätzlich Ca.-Masse.

Massivholz
Massives Holz ist ein Phänomen, es arbeitet immer. Risse, Schwund, Verziehen sind ganz “natürlich”. Ob Haustür, Fenster oder Möbel, Massivholz reagiert auf seine Umgebung. Deshalb braucht es im Jahresdurchschnitt eine relative Luftfeuchtigkeit von 40% bis 55%, darüber sind sich die Fachleute und die Literatur einig. Es wächst und dehnt sich bei hoher Luftfeuchtigkeit und schwindet bei zu trockener Luft, z. B. in den Wintermonaten. Wenn Sie solche Veränderungen nicht möchten, müssen Sie für ausreichend Luftfeuchtigkeit sorgen, durch lüften, Pflanzen oder Luftbefeuchter. Ansonsten Vorsicht bei “Natur Pur”, sprich massiv. Massivholz heißt nicht automatisch Hartholz, Nadelhölzer sind allgemein weicher als Laubhölzer. Die ausgesuchten Hölzer, die wir verarbeiten, stammen fast ausschließlich aus kontrollierter Forstwirtschaft. Auch bei der Weiterverarbeitung verwenden wir nur natürliche Materialien und produzieren so umweltfreundlich wie nur möglich. (Siehe auch Farb- und Strukturunterschiede)

Matratzen
(Siehe Polstermöbel, Polsterbetten, Sitz- und Funktionsmöbel, Matratzen)

Metallteile, Beschläge, Scharniere
Bei Bestellungen unterschiedlicher Hersteller, z.B. Elektrogeräte in Ausführung Edelstahl, sind Struktur- und Farbabweichungen nicht zu vermeiden. Lackierte Metalle, anodisiertes oder poliertes Aluminium: Zur Reinigung dieser Metalle verwenden Sie eine leichte Spülmitteilösung. Auf keinen Fall Alkohol, Scheuer oder Putzmittel gebrauchen, danach trocken reiben. Metalle mit Oberflächenbehandlung: Verchromtes oder vernickeltes Metall pflegt man mit dem dafür vorgesehen handelsüblichen Metallreinigern, danach trocken reiben. Bitte Herstellerangaben beachten!

Mikrofasertücher
Hier hält die Werbung leider nicht immer was sie verspricht. Nicht alles was für Chrom, Edelstahl, Metall, Spiegel und Glas angeboten wird, ist auch gut für Möbel. Deshalb vorsichtshalber keine Mikrofasertücher für Möbel- und Küchenoberflächen, Polstermöbelbezüge, z.B. Leder, Kunstleder oder Stoffe aller Art verwenden. Weiche, saubere Tücher z.B. Geschirrtücher oder Fensterleder sind dafür umso besser geeignet, vor allem in Verbindung mit den richtigen Reinigungsmitteln. Im Bedarfsfall fragen Sie die Fachleute.

Möbelbeschläge
Reparaturen und Justieren sind Arbeiten für den Fachmann

Möbeloberflächen
Da die Möbeloberflächen in Material (Nachbildung, Kunststoff, Echtholzfurnier, Massivholz), Farben und Qualität sehr groß ist, haben sie auch unterschiedliche Stärken und Schwächen. Sie selbst können am besten einschätzen, wie stark die Möbelteile benutzt oder die Geräte in Anspruch genommen werden. Schönheit, Eleganz oder reine Naturprodukte (Massivholz) bedeuten nicht gleichzeitig hohe Strapazierfähigkeit und Lebensdauer. Alle Oberflächen verändern sich mehr oder weniger im Laufe der Zeit durch Licht- und Sonneneinwirkung. Bei lackierten Oberflächen können synthetische Auflagen zu chemischen Reaktionen und Lackschäden führen. Auch hier gilt der Grundsatz, je “natürlicher” die Oberfläche, desto empfindlicher ist sie. Nachbildungen oder Kunststoffe sind hier den Naturmaterialien häufig überlegen, auch hinsichtlich ihrer Reinigungs- und Pflegefreundlichkeit. Zu Massivholz oder Natur pur, gehört auch die persönliche Einstellung. Lassen Sie sich deshalb von unseren Fachleuten beraten, auch hinsichtlich des Pflegeaufwandes, z. B. Fingerabdrücke, Fleckempfindlichkeit, Hitzeempfindlichkeit, usw. und beachten Sie die Herstellerangaben. Eine leichte Patina ist im Laufe der Zeit und je nach Nutzung unvermeidbar. (Siehe auch Chemische Reaktionen, Hochglanz, Massivholz.)

Möbelpolitur
Wenn es sich nicht um speziell abgestimmte Polituren handelt, schaden sie Ihren Möbeln eher. Silikonspuren sind im Nachhinein nur schwer zu entfernen. Bitte die Herstellerhinweise beachten.

Montage/Montageanleitungen
Sind allgemein unbedingt zu beachten. (Siehe auch Transport)

Nachbildungen, Folien, Kunststoffe
Die Auswahl und ständigen Neuentwicklungen auf dem Markt sind sehr vielfältig. Lesen und beachten Sie bitte deshalb die Produktinformationen.

Natursteine
(Siehe auch Granit)

Neubauten
In Neubauten herrschen beim Einzug in der Regel extrem hohe Böden- und Wandfeuchtigkeiten. Werte über 90% Baufeuchte und eine relative Luftfeuchtigkeit über 65% sind in den ersten Monaten häufig nicht zu vermeiden. In diesem Zustand dürfen keine Möbelteile unmittelbar oder großflächig an die Wand montiert werden, sondern erst nach ordnungsgemäßer Austrocknung sämtlicher Böden und Wände. Ansonsten kann es schnell zu Feuchtigkeitsschäden, Aufquellen von Materialien oder gesundheitsschädlichen Schimmelpilzbildungen bzw. Stockflecken kommen. Die Nordseite der Gebäude ist besonders betroffen. In solchen Fällen sollte für eine ausreichende Luftzirkulation hinter den Möbelteilen gesorgt werden. Dies ist ganz besonders wichtig. Zu trockene Luft schadet Mensch und Material genauso wie zu feuchte Luft. Richtig sind im Jahresdurchschnitt 18° bis 23° Celsius und eine relative Luftfeuchtigkeit von 40% bis 55%. Möbel sollten Sie wenn irgend möglich mindestens 5 bis 10 cm von der Wand abrücken, damit die Luft überall gut zirkulieren kann. Ein regelmäßiges Durchlüften der Räume lässt noch vorhandene feuchte Luft schneller abziehen. Bei Paneelwänden oder Wandkombinationen, die zentimetergenau eingebaut werden, empfiehlt es sich unter Umständen etwas zu warten. Unsere Einrichtungsberater kennen sich mit diesem Problem aus und geben Ihnen die richtige Empfehlung. (Siehe auch Aufmaß, Aufstellen, Ausrichten, Raumklima und allgemeine wichtige Informationen)

Ölbehandelte und gewachste Oberflächen
Zur Langzeitpflege benutzen Sie am besten entsprechende Spezialöle bzw. Wachse zum Auffrischen vor oder nach der Heizperiode, aber höchstens ein- bis zweimal pro Jahr. Bei der Glas- und Spiegelreinigung dürfen fettlösliche Glasreinigungsmittel nicht mit geölten Oberflächen in Kontakt kommen. Vor dem Nachölen/Wachsen bitte zuerst die Oberflächen reinigen.

Pflegehinweise
Siehe Allgemeine Reinigungs- und Pflegehinweise. Bitte grundsätzlich immer die Herstelleranweisung zum Produkt beachten!

Planungsware – Hier ist unbedingt zu beachten:
Eine korrekte Bedarfsermittlung und Aufmaß (incl. Tür-. Treppen- und Gangbreiten, Aufzug, Stockwerk usw.) sind Voraussetzung für eine mangelfreie Montage. Sind Steckdosen und Lichtschalter richtig verlegt? Hält die Wandbeschaffenheit dem späteren Gewicht der Möbel, Hängeschränke, Wandborde etc. auch stand? Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass Boden, Wände und Decken nicht ganz gerade sind und deshalb bei der Montage angepasst und ausgeglichen werden müssen. Gibt es kurzfristige Änderungen in den Räumlichkeiten, müssen sie dem Verkäufer und Monteur rechtzeitig mitgeteilt werden. Der entsprechende Raum muss leer und begehbar sein. Die Möbel müssen waagerecht ausgerichtet aufgestellt werden. (Siehe auch Aufmaß, Aufstellen, Ausrichten).

Rattanmöbel, Flechtmöbel, Peddigrohr
Aus Rattan oder Peddigrohr geflochtene Möbel aus Naturfasern eignen sich nicht für den Außenbereich und sind wie Massivholz zu behandeln. Nur bei besonderer Kennzeichnung, z. B. “Polyrattan”. sind sie für freie Außenflächen zu nutzen. Sie bedürfen keiner speziellen Pflege. Es genügt, sie mit einer Staubbürste und ein- bis zweimal im Jahr mit einem feuchten Tuch zu reinigen aber nicht zu nass. Eine leichte Geräuschbildung im Gebrauch der aufeinander reibenden Flechtmaterialien ist nicht zu vermeiden. Flechtmöbel aus Kunststofffasern (Saleen) sind je nach Produktinformation und Herstellerangaben auch für den Außenbereich geeignet.

Raumklima, Luftfeuchtigkeit
(Siehe allgemeine wichtige Informationen, Massivholz, Neubauten)

Reinigungs- und Pflegehinweise
Bitte immer die Möbel-Produktinformationen bzw. die Pflegeanweisungen am Produkt beachten.

Schiebetüren
Ist wegen des Gewichtes eine Wandbefestigung erforderlich? Prüfen Sie, ob sich durch die Belastung Veränderungen ergeben haben, dann muss fachmännisch nachgestellt werden. Reinigen Sie bitte einmal jährlich die Hänge und Gleitschienen mit einem trockenen Tuch. Die übrigen Teile sind wartungsfrei.

Schimmelpilz/Stockflecken
(Siehe allgemeine wichtige Informationen, Neubauten)

Schubkastenführungen aus Metall
Bei Rollschubführungen (erkennbar an zylindrischen Rollen) sollen die Laufschienen einmal jährlich mit einem trockenen Staubpinsel gereinigt werden. Auf keinen Fall die Rollen schmieren. Bei Kugelführung (erkennbar an Rollkugeln) ist eine besondere Pflege nicht erforderlich. Sollte sich nach einiger Zeit ein Schubkasten nicht mehr ganz einschieben oder herausziehen lassen, dann ziehen Sie ihn einige Male mit “sanfter Gewalt” bis zum maximalen öffnungsanschlag.

Sonderfarben/Sonderbeiztöne
Eine “absolute” Farb- und Strukturgleichheit bei Sonderanfertigungen ist fertigungstechnisch bei industrieller Produktion oder Naturprodukten nicht möglich. (Siehe auch Farb- und Strukturunterschiede)

Sicherheitshinweise allgemein
Hier sind unter allen Umständen die Angaben der Hersteller, und die Hinweise der Fachleute in der Montage zu beachten. Bei elektronischen Geräten und Bauteilen ist grundsätzlich besondere Vorsicht geboten. Das gilt für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Reparaturen an elektrifizierten Bauteilen dürfen ausschließlich von autorisiertem Fachpersonal durchgeführt werden. Befinden sich Kinder im Haushalt dürfen solche Elektro- oder Funktionsteile nicht unbeaufsichtigt bleiben. (Siehe auch Allgemeine Hinweise, Aufmaß, Belastbarkeiten, Elektroteile, Funktionsmöbel.)

Solitärmöbel
Damit sind einzeln gefertigte Kommoden, Konsolen und ähnliches gemeint. Auch bei hochwertigen Herstellern werden diese Teile meist nicht Auftrags bezogen gefertigt oder furniert. Hier kann es je nach Material oder Holzart zu leichten Farb- und Strukturunterschieden kommen.

Spiegel
Vermeiden Sie bei der Reinigung von Spiegeln unbedingt den Kontakt handelsüblicher Reinigungsmittel mit den hochwertigen Möbeloberflächen. (Herstellerbeschreibung beachten)

Stellplatz
Möbel müssen gerade und ausgerichtet aufgestellt werden. Schon kleine Höhenunterschiede durch schiefe Böden oder Unebenheiten beim Aufstellen kann es nach Wochen oder Monaten zu Folgeschäden am Untergestell kommen, z.B. Knarr- oder Quietschgeräusche. (Siehe auch Aufmaß, Ausrichten, Tische, Funktionsmöbel, Sicherheitshinweise)

Stühle/Tische allgemein
Ein Stuhl ist keine Stehleiter oder Schaukel, ein Tisch ist kein Sitzmöbel. Leider passieren in den Haushalten hier immer wieder Unfälle oder es kommt zu Materialschäden. Aus Sicherheitsgründen, weisen wir auf die Kipp- oder Bruchgefahr durch unsachgemäße Nutzung hin. Vor allem in Haushalten mit kleinen Kindern sollten Sie solche Hinweise beachten. (Siehe Sicherheitshinweise, Aufmaß, Belastbarkeiten)

Toleranzen
Bei industriell hergestellten Möbeln entstehen viele Teile in reiner Handarbeit. Sie werden in Serien hergestellt wobei fertigungstechnische Toleranzen (Abweichungen) unvermeidbar sind. Besonders bei Funktionsmöbel- und Möbelteilen. Bei Maßangaben handelt es sich grundsätzlich um Circa-Masse.

Transport/Selbstabholung/Selbstmontage
Bitte denken Sie daran, ab der Kasse oder Abholrampe sind Sie der Eigentümer der Ware und damit voll verantwortlich. Bei der Selbstabholung, Transport und Eigenmontage kommt es häufig zu Fehlern, die wir vermeiden möchten. In einem solchen Fall beraten wir Sie gerne.

Türscharniere
Bei auftretenden Bewegungsgeräuschen behandeln Sie die Gelenke und Drehpunkte mit harzfreiem Nähmaschinenöl. Geringen Metallabrieb entfernen Sie mit einem in leichter Seifenlauge getränkten Tuch. Das Ausrichten sollten Sie den Fachleuten überlassen, bei Veränderungen auch das Nachjustieren. (Siehe auch Metallteile, Möbelbeschläge)

TV- und Multifunktionsteile
Hier ist unbedingt darauf zu achten, dass für die hitzeabsorbierenden Elektro-, und Elektronikteile ausreichend Luftzirkulation gewährleistet ist. Bei Überhitzung kann es zu Folgeschäden kommen. Bitte achten Sie darauf, dass der Fernseher etc. der Belastbarkeit der Möbelteile entspricht und lassen Sie ihn nach dem Ausschalten bei geöffneten Türen auskühlen (Wärmestau kann zu schweren Schäden am Material oder Brandgefahr führen). Ausziehbare Drehbühnen benötigen keine besondere Pflege, wichtig ist, dass beim Einbau modellbedingt erforderliche Kippsicherungen berücksichtigt werden und der TV-Gerätesockel immer auf der Mitte der Drehbühne steht. Achten Sie bei LCD- oder Plasmafernsehern auf ausreichende Belüftung und besprechen Sie den Einbau oder die Aufhängung mit Ihrem Einrichtungsberater. Wichtig ist die genaue Planung wie und wo die Medien aufgestellt werden und wie die Kabelführung laufen soll. Bitte Herstellerhinweise beachten.

Unterhaltspflege
Achtung: Bitte immer die Möbel-Produktinformationen bzw. die Pflegehinweise am Produkt beachten.

Wandbefestigung/Wandbeschaffenheit/Werkzeuge
Bei der Selbstmontage und bei Planungsware mit Lieferung und Montage sind unbedingt die Montageanleitung vom Hersteller sowie die vorgeschriebenen Beschläge und Werkzeuge zu verwenden, damit sie dem späteren Gewicht der Möbelteile auch standhalten. Wenn Sie selbst oder Ihr Vermieter etc. die Bausubstanz nicht genau beziffern können, sollten Sie den Monteur eine Probebohrung durchführen lassen. Es geht um Ihre Sicherheit. Die Möbelmontage ist grundsätzlich Facharbeit. (Siehe auch Aufmaß, Aufstellen, Ausrichten, Belastbarkeit, Neubauten)

Qualitätssicherung
Hochwertige Möbel sind aufgrund ihrer Qualität ihr Geld wert, denn lange Lebensdauer, hoher Gebrauchswert und Produktsicherheit zahlen sich auf Dauer für Sie aus. Deshalb nehmen wir es in puncto Qualität sehr genau. Zu Ihrem Vorteil. Im Rahmen unserer Serviceleistungen führen wir gemeinsam mit Ihnen, nach erfolgter Montage, einen Service-Check durch, der feststellt, ob alles zu Ihrer vollsten Zufriedenheit ausgeführt wurde. Kundenzufriedenheit und Verbraucherschutz stehen bei uns an erster Stelle, daher sind wir in wichtigen Service Angelegenheiten immer gerne für Sie da.

Vielen Dank für Ihr Vertrauen in unsere Produkte. Wir wünschen Ihnen viele Jahre Freude an Ihren neuen Möbeln.

 

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